Body Percussion & Voice

 

ist ein Workshop-Konzept von Alice in WonderBand aus Serbien.
Das Duo, Ana
Vrbaški
und Marko DinjaÅ¡ki, ist Mitglied des Künstlerzirkels

Otvoreni krug Novi Sad. Vor einigen Jahren lernten wir uns in einem europäischen Theaterprojekt kennen, seitdem verbindet uns eine lebendige Zusammenarbeit.#
Hier ist ein Text, der Ihre Arbeit genauer beschreibt.
Ihr könnt Alice in WonderBand gerne über das Theater Octopus kontaktieren
oder direkt unter diesen Links, dann bitte englisch oder serbisch schreiben!

 

https://www.youtube.com/user/vilovka  

 

Telo kao instrument „“ facebook
Ana
Vrbaški:
contact.awb@gmail.com



Körper
als Instrument


Bodypercussion
und Gesangsworkshop für alle Interresierten an der Entwicklung der
Musikfertigkeiten und Keativität

Bodypercussion
ist eine Technik der Einsetzung unseres Körpers als
Schlaginstrument. Wir lernen auf verschiedene Weisen zu klatschen,
klopfen, schnippsen und stampfen und auch besondere Geräusche mit
unseren Hädnen, Mündern, Fingern usw. zu machen. Im Workshop
„Körper als Instrument“ sind wir auch auf Atem- und
Gesangstechnicken fokusiert, was sie zu einem zu jeder Zeit
ergreifbarem und einsetzbarem Instrument macht.

Musikaspekte
sind das monophone und polyphone Singen (zwei oder mehrere Stimmen)
und Rhytmus. Die Beherrschung des Körpers wird auf drei symetrischen
Ebenen gesteigert: der frontalen, sagitalen und lateralen durch
Anwendung verschiedener statischen, semi-statischen und dynamischen
Ãoebungen. Falls die Teilnehmenden Musikausbildung haben, können
komplexere Kompositionen vorgeführt werden.

Der
Workshop ist für alle geeignet. Willkommen sind Leute ohne und mit
Musikausbildung. Wir alle haben das Gefühl für Rhytmus und Musik,
weil wir tägliche Erfahrungen damit haben: Herzschläge, Atmen,
Schreiten. Wenn wir sprechen, hat unsere Stimme Rhytmus und Melodie.
So lernen wir, was wir schon wissen, oder besser gesagt, wir machen
einen Rückblick darauf, was wir schon wussten. Alle Teilnehmenden
können eine ihren Möglichkeiten entsprechende Aufgabe aussuchen um
persönliche Fertigkeiten zu verbessern und lernen wie man komplexere
Aufgaben durchführen kann. Wir lernen Fehler zu beheben und eifrig
weiter zu üben in der Gruppe, aber auch wie Vorurteile wie „Ich
kann nicht singen.“, „Ich habe kein Rhytmusgefühl.“,
„Ich kann das nicht.“ zu überwinden, was unseren
Gedankenweg und unser Verhalten auch im Alltag verändert.

Diese
Art von Aktivität ist eine Art von Therapie, originelles
Antistressprogramm. Ein Workshop als Konzept ist eine kleine Welt für
sich: alle sind gleich, ihre Teilnahme und Funktion unterliegt den
Regeln einer gesunden Gruppe; alle fühlen sich sicher und können
sich selbst etwickeln. Der Workshop ist gedacht, verschiedenen
Anforderungen des modernen Menschen auf gestuften Niveaus entgegen zu
kommmen: die Teilnehmenden entspannen sich, vergessen übend auf
alltägliche Probleme und entwicheln erforderliche Fertigkeiten:
Konzentration, Koordination und Synchronisation der Bewegung und
Stimme, Gedächtnis, Geschicklichkeit und Orientierung. Der Workshop
entwickelt uns sowohl im Inneren, als auch im Ã,,ußeren, durch
Interaktionen mit anderen Teilnehmenden im Rhytmus und Musik. Eins
von den gesetzten Zielen dieses Workshops ist Erhöhung der
Aufmerksamkeit und Befähigung zum Multitasking. Es werden
Aufgabensets angeboten, wo Teilnehmende frei improvisieren, sich im
Raum bewegen, aufeinander zugehen und einander beeinflussen. Deswegen
ist das nicht nur ein Musikworkshop, sondern viel mehr, was die
Kreativität der Teilnemenden durch Ausführung komplexer Aufgaben
stimuliert.

Die
Koordination verschiedener Aktionen: Klatschen mit den Händen,
Schnippsen mit den Fingern, Singen, Erzählen, Bewegungen im Raum,
Augenkontakte erfordern zeitliche und räumliche Präsenz der
Teilnehmenden. Von ganz einfachen Aufgaben schreiten wir zu
komplexeren langsam fort, so dass die Teilnehmenden nicht entmutigt
werden und aufgeben. Ohne sie geht es nicht, die Teilnehmenden SIND
der Workshop! Deswegen ist jeder Workshop anders. Konstanten sind:
das Lachen, das Ãoeben in gelassener Atmosphäre, weil das Ausführen
komplexer Aufgaben komplette Konzentration und Aufmerksamkeit, aber
auch einen relaxierten und aktiven Körper und Geist erfordert. So
kommen wir immer wieder auf unser Atmen zurück, was uns auf Körper
und Geist fokusiert, die simultan funktionieren.

Wenn
wir uns mit dem Körper und Musik beschäftigen, denken wir auch an
den Tanz, eine Art von Befreiung des Körpers von Tensionen. Wir
finden die Freiheit im Lernprozess, weil wir die Spielregeln
beherrschen sollen. Danach hat das Gehirn eine sehr ernste und
schwere Aufgabe; zu verstehen, dass das vorhin Gelernte vergessen
werden soll, damit sich der Körper frei bewegen kann.

Der
Workshop „?Körper als Instrument“ in der sozialen Inklusion und
der Weg zur Ãoeberwindung sozialer und kultureller Unterschiede


Als
Teilnehmer an verschiedenen Projekten mit dem Ziel der
Kunstimplementation in soziale Inklusion haben die Kursleiter
Erfahrungen gesammelt, wie der Workshop
„?Körper
als Instrumen“
bei
besonderen benachteiligten Gruppen ihre Fertigkeiten erheblich
entwickeln kann.

In
den Jahren 2012-2014 arbeiteten wir mit Kindern, Schützlingen des
Zentrums für soziale Arbeit in Novi Sad, Serbien. Das waren
benachteiligte Kinder im Alter von 10-16 Jahren, mit verschiedenen
Störungen: Kinder aus sozial schwachen Familien und mit
Lernstörungen, auf Grund ihrer Ethnizität diskriminierte Kinder,
die mit leichten intellektuellen Störungen und solche mit geringen
Schulleistungen, beschränkten sozialen Fertigkeiten und risischem
Verhalten. Nach zwei Jahren kontinuierlicher Arbeit im Workshop (im
Laufe des Schuljahres) steigern sie ihre Kompetenzen und Fertigkeiten
durch öffentliche Aufführung von zwei Theaterstücken mit Musik und
Bodypercussion. Sie gewannen deutlich mehr Selbstvertrauen und
lernten öffentlich aufzutreten. Partner- und Gruppenarbeit hat ihnen
geholfen Agression und Probleme in Beziehungen zu anderen abzubauen.
Ihre Komunikation und Bereitschaft zusammen zu arbeiten wurden
gesteigert durch das Begreifen der Funkionsprinzipien einer
lebensgesunden Umgebung und einer kohäsiven Gruppe. Einige hatten
ihre Fertigkeiten so entwickelt, wie ein Roma Junge, der die
Grundmusikschule für Schlagzeug und Percussion einschrieb, dem seine
erweiterten Kenntnisse ermöglichten mit Schülern mit sehr gutem
Erfolg den Unterricht zu begleiten, Kindern mit stabilem
sozio-ökonomischen Hintergrund und demokratischer Ausbildung, was
zur Weiterentwicklung seiner sozialen Kompetenzen führt.

Unsere
Teilnahme am Except European projekt 2013-2015 bot im Ramen von
Bodypercussion und Gesangsworkshops eine Chance für benachteiligte
Jugendliche, zwischen 14 und 19 Jahren, die Sprache, mit der sie ihre
Gefühle, Ã,,ngste und Sichtweisen ausdrücken können zu lernen oder
zu verbessern. Diese Sprache ist Musik und Rhytmus, ein mächtiges
Komunikatioskanal der Jugendlichen. Songs junger Menschen, Musik und
Texte, wurden zum Teil verschiedener öffentlichen Aufführungen, die
zu Themen, wie Diskrimination aufgrund des Geschlechts, Alters,
sexueller Orientierung, Politik, Nation, Geschlechterrollen
hingreifen. Das Spiel „Plum orchard“wurde in Ungarn
erfolgreich aufgeführt, und auch in Serbien 2015, als Theaterspiel
im Freien und in Schulen vor gleichaltrigen Jugendlichen.

Bei
der Arbeit mit Kindern mit mentalen und körperlichen Behinderungen
mit verschiedenen Störungen (wie: Autismus, zerebrale Paralyse,
Mikrozephalie, Hydrozephalie, DiGeorge Syndrom, Hyperaktivität)
hatten wir eine gemischte Gruppe der Teilnehmenden: Kinder ohne und
mit Störungen (Angehörige, Nachbarn, Gleichaltrige an der Teilnahme
interressiert). In Montenegro 2017 (Tivat, Budva) verbesserten die an
dem Workshop teilnehmenden Kinder ihre sozialen Fertigkeiten, machten
Fortschritt im Lernen und motorischen Bewegungen im Musikspiel und
stimulierten Kräativität fokusiert und konzentriert.

Einige
von diesen Techniken in Kombination mit Bodyperkussion und Singen
waren zugleich Theaterspiele, Ãoebungen und Erzählungen, was alles
eine Geschichte öffnet, wo die Kinder ihre Ideen und Erfahrungen
ausdrücken können. Mit Hilfe der Anwendung dieser Technik haben die
Kinder z.B. das Lied „?Happy birthday to you“ gesungen, in
verschiedenen Sprachen, was sie eingeübt hatten.

Der
Workshop „?Body as an instrument“, realisiert mit verschiedenen
Sozial- und Altersgruppen, hilft zur Ausbreitung von Toleranz,
Multikulturalismus, Inklusion und Ãoeberwindung der sozialen und
kulturellen Unterschiede.